Wie alles begann

Es begann 1993 in Assen beim Motorrad GP. 

Benno ,der Vater der Säge, war auf dem Zeltplatz der Veranstaltung und musste sich die ganze Nacht anhören wie Fans entweder Motorräder oder mitgebrachte PKW Motoren auf Paletten unter Vollgas hoch drehten.

Meist soweit bis mit lautem Knall und viel Rauch sich die Zylinder mit dem Kolben zu einem Stück Metall vereinigten

Die Idee :

Während dieser schlaflosen Nacht kam die Idee, dass eigentlich eine 2 Takt Kettensäge erstens dauervollgas fest und obendrein auch handlicher als ein 4 Zylinder auf einer Europalette ist.

Gut, die Idee war zwar geboren verlor sich jedoch erst mal wieder. 

Die Geburt :

Ein Jahr später beim MXDN in Roggenburg (Schweiz) , hatten wir die gute Husquarna Säge eigentlich ohne Hintergedanken zum Holz machen dabei, bis uns aufgefallen ist, dass der Klang der noch nicht umgebauten Säge für eine Truppe besoffener Engländer wie Musik in den Ohren war. 

Es lag also nahe Feintuning zu betreiben: Der Auspuff muss ab.

Ab da standen wir im Mittelpunkt des Geschehen und beschlossen die Säge am nächsten Tag mit zur Strecke zu nehmen. 

Einige Fahrer werden sich sicherlich wegen nicht definierbaren, merkwürdige Motorengeräusche sorgen um ihr Triebwerk gemacht haben. Aber uns und den anderen Fans hat es gefallen.

Namensgebung :

Der Name "Fichtenmoped" stammt übrigens von Holzfällern aus dem Harz.

Die Auftritte :

Ab da folgten viele Rennen wo die Säge jedes mal die Attraktion war und von uns auch manchmal als Eintrittskarte für Fahrerlager usw. benutzt wurde. Höhepunkte war sicherlich das MXDN in Sverepec `95 wo Pit Beirer das erstemal die Säge hörte (und darauf auch prompt einen Lauf gewann), dann MXDN Spanien wo das Team USA nach der Siegerehrung sich die Kettensäge gegenseitig aus der Hand riss. 

Spontan sprach der Organisator des Hallenmotocross in Paris eine Einladung zum Supercross aus . 

Da dass Fichtenmoped zwischendurch noch  als Kettensäge eingesetzt wurde, kam es in Paris durch den nicht entleerten Kettenöler erst mal zu einem dezenten Ölregen der sich  auf die vor uns Sitzenden ergoss. Was wir aber erst bemerkt haben, als nach der Eröffnungshow die Halle wieder hell wurde. (War uns doch etwas unangenehm)

Beim SX in Dortmund `98 hatte die Säge ihren grössten Auftritt als wir mit der Feuerwehr in die Halle eingefahren sind und sie auf dem Zieltable vor 11.000 Menschen ihre ganzen 15000 Drehzahlen zum besten gegeben hat.

Resümee :

Heute müssen wir feststellen, dass Fans aus ganz Europa mit umgebauten Sägen an MX und SX Strecken stehen, während das original Fichtenmoped langsam in die Jahre gekommen ist,. seine Altersruhe geniest und nur zu ganz grossen Anlässen zum Leben erweckt wird.

Hinweis an alle Nachahmer :

Wer den Sound des Fichtenmoped fälscht oder nachmacht wird mit TM Fahren nicht unter 2 Jahren bestraft.

Außerdem ist der Name FICHTENMOPED faustrechtlich geschützt !!

 

Technische Daten :

Hersteller: Husquarna , Baujahr: 1984, Hubraum: 170 ccm, Lautstärke: ca. 107 dB (ohne Auspuff ) 

 

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